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Ein Verein mit langer Tradition...

Die Anfänge...

Ein wichtiger Bestandteil der Gründung des Musikvereins in Rottenacker waren der „Veteranen- und Kriegerverein“, der „Veteranen- und Soldatenverein“ sowie der „Veteranenverein“.

Im Protokollbuch des Veteranen- und Kriegervereins aus dem Jahr 1879 steht geschrieben, dass wir zur musikalischen Unterhaltung des Ehinger Veteranen Vereins eingeladen wurden.
Die ersten musikalischen Aktivitäten in Rottenacker fanden also schon vor Gründung der Musikkapelle im Jahr 1900 statt. Unter anderem auch bei Fahnenweihen oder dem Geburtstag des Königs.

So wurde am 14.06.1889 um Geburtstags des Königs die Tagwache um 4 Uhr morgens sowie nachmittags ein kleiner Zug durch das Dorf mit Musik beschlossen.
Selbiges ist auch im Protokoll vom 16.02.1892 zu lesen.

Ein Name von großer Bedeutung bei der ist Christoph Feihle. Dieser diente von 1879 bis 1882 im Infanterie-Regiment Nr. 126, wo er zum Tambourgefreiten befördert wurde.
Nach Beendigung seiner Dienstzeit leistete er im Verein Dienste als Vereinstambour. Außerdem bildete er im Alter von 72 Jahern noch 5 junge Leute als Tambour aus.

Die Gründung der Musikkapelle

Am 12.12.1900 wurde in der Vereinsversammlung bezüglich der Christbaumfeier beschlossen, zur gemeinschaftlichen Feier im Gasthaus zum „Rößle“ einen Antrag an den Veteranenverein und den Gesangverein zu stellen.

Dazu fand am 16.12.1900 eine gemeinschaftliche Sitzung der drei Vereine statt, wobei die Christbaumfeier im Gasthaus zum „Rößle“ beschlossen wurde.
[…]Die neugebildete Musik wird hierbei zum ersten Mal auftreten.[…] (Protokollbuch Krieger- und Veteranenverein Rottenacker, Protokoll vom 16.12.1900)

Übersicht Entstehung der Musikkapelle

Nach der Gründung der Musikkapelle am 16.12.1900 wirkte diese bei verschiedenen Veranstaltungen im Dorf mit. So zum Beispiel bei der Feier des Geburtstagsfestes des König, sowie der Christbaumfeier. Beide Veranstaltungen fanden jährlich statt.

Die Gemeinschaftskapelle Rottenacker-Allmendingen im Jahre 1903, mit dem Dirigenten Hermann Wörz aus Ehingen
Die Gemeinschaftskapelle Rottenacker-Allmendingen im Jahre 1903, mit dem Dirigenten Hermann Wörz aus Ehingen

Der Ausbruch des 1. Weltkrieges (1914 – 1918) setzte der Musik in Rottenacker zunächst ein gewaltsames Ende.

Am 03.07.1921 wurde der Radfahrverein „Solidarität“ gegründet.
Bei der Versammlung des Radfahrvereins am 18.02.1922 wurde ein Artikel über das „Radfahren der Jugend“ vorgelesen. Die Jugendarbeit war also auch damals schon ein wichtiges Thema im Vereinsleben.
Am 07.03.1923 wurde aufgrund der Beitragserhöhung des Verbandes von der Versammlung der Austritt beschlossen. Es wurde der „Radfahrerverein Edelweiß Rottenacker“ gegründet. 1. Vorsitzender war Michael Schwarzenbach.
Unterdessen war die Musikkapelle in Rottenacker weiterhin aktiv, z.B. bei der Weihnachtsfeier des „Radfahrerverein Edelweiß Rottenacker“ am 14.12.1924 oder der Fasnachtsball am 21.02.1925.

Der Verein wird eingetragen.

Am 30.04.1927 wurde der „Radfahrerverein Edelweiß Rottenacker“ ins Vereinsregister eingetragen.

In der Versammlung des „Radfahrerverein Edelweiß Rottenacker“ am 17.09.1927 wurde die Verschmelzung desselbigen mit dem Musikverein Rottenacker einstimmig beschlossen. Ziel war es, sich gegenseitig zu unterstützen und dass beide Vereine einen Hinterhalt haben.
Als Dirigent wurde Hermann Egle aus Allmendingen gewählt. 1. Vorsitzender war Friedrich Amsler.

Schon bald nach dem Zusammenschluss mit der Musikkapelle hatte sich die Radfahrervereinigung aufgelöst.

Musikkapelle im Jahr 1927

Reihe hinten von links nach rechts:
Matthias Feihle, Matthias Kramer, Christian Hohl, Hans Striebel, Grete Heine, Hans Trett
Reihe vorne von links nach rechts:
Kasper Feihle, Johannes Striebel, August Speißer, Otto Loser, Georg Walter

Die Tradition des Spielens an Silvester vor der Kirche wurde erstmals im Jahre 1929 erwähnt und wird noch heute so geführt.

Mit Beginn des 2. Weltkrieges (1939 – 1945) endete ein geordnetes Vereinsleben, zu viele Musiker waren einberufen worden. Am Ende waren viele gefallen, als vermisst erklärt worden oder saßen noch viele Jahre in Gefangenschaft.
Nachdem die Schwierigkeiten des Umsturzes von 1945 größtenteils überwunden waren, gingen einige alte Mitglieder daran, den Musikverein wieder ins Leben zu rufen. Die erste Ausschusssitzung fand am 24.03.1946 statt.
Jakob Feihle konnte wieder als Dirigent gewonnen werden und schon bald hat die Kapelle unter seiner Leitung ein reges musikalisches Leben entfaltet.

Kreismusikfest 1954

Am 29./30. Mai 1954 richtete der Musikverein im Namen des Bundes Süddeutscher Volksmusiker das 6 Kreismusikfest anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Musikkapelle sowie des 25jährigen Bestehens des Musikvereins „Edelweiß“ Rottenacker aus. Es konnten außerdem 15 Jugendliche für eine Jugendkapelle gewonnen werden. Patenkapelle war der Musikverein Allmendingen.

Musikkapelle 1954

Musikkapelle beim Kreismusikfest 1954 am Bahnhof in Rottenacker.

Reihe hinten von links nach rechts:
Georg Unsöld, Karl Schlegel, Hermann Unsöld, Siegfried Dommer, Daniel Gemmi, Karl Walter
Reihe mitte von links nach rechts:
Georg Gemmi, Hans Huber, Siegfried Kurz, Jakob Feihle (Dirigent), Georg Bux, Viktor Bux, Albert Walter
Reihe vorne von links nach rechts:
Matthias Kramer, Gerhard Gronau, Robert Fauth,  Alfred Walter, Eugen Unsöld, Reinhold Tremel, Kurt Leucht

Die Gründung der Jugendkapelle

Jungendkapelle 1954

Am 05.12.1954 hatte die neugegründete Jugendkapelle ihren ersten Auftritt bei der Generalversammlung im Gasthaus zum Hecht unter der Leitung von Dirigent Jakob Feihle.

Die Vereinsfahne

Der Beginn einer langjährigen Tradition

Von 21. – 23.06.1980 konnte die Musikkapelle das Jubiläum des 80jährigen Bestehens feiern.
Dies war gleichzeitig der Start für unser traditionelles Frühlingsfest, das wir seither immer am Wochenende nach Pfingsten veranstalten.

Die Musikkapelle im Jubiläumsjahr 1980

Die Musikkapelle im Jubiläumsjahr 1980

Reihe oben von links nach rechts:
Manfred Walter, Karl Walter, Alfred Walter, Hans Walter, Hans Lang, Erwin Gronau
Reihe 2 von links nach rechts:
Dieter Walter, Wolfgang Schweikert, Karl Müllerschön, Albert Walter, Siegfried Dommer, Wolfgang Gemmi, Konrad Walter
Reihe 3 von links nach rechts:
Vorstand Günther Schwermer, Bürgermeister Alfred Stalder, Dietmar Walter, Roland Walter, Liane Voss, Mario Dakunto, Gerold Luick, Bruno Götz, Walter Haaga, Karl-Heinz Hollfoth, Friedrich Walter, Friedrich Striebel, Wilfried Maier, Hans Müllerschön, Musikdirektor Rudi Hoffmann
Reihe unten von links nach rechts:
Dietmar Schwermer, Ingrid Breymaier, Susanne Leicht, Ilse Dommer, Anette Waßner, Heike Maucher, Erich Walter, Jochen Strobel, Bernd Gebhard, Beate Bufler, Ralf Schacher, Alexander Dukek, Hubert Müllerschön


1. Jugendkapellentreffen

10. Jugendkapellentreff

Am 12.5.1996 fand das 1. Jugendkapellentreffen während des Frühlingsfestes statt und wird seither regelmäßig durchgeführt. Das 10. Jugendkapellentreffen fand am 30.05.2010 während des 30. Frühlingsfestes statt.

Kreismusikfest zum 100jährigen Bestehen

Anlässlich des 100jährigen Bestehens der Musikkapelle hat man sich erneut um die Ausführung des Kreismusikfestes beworben, welches dann von 12. – 15.05.2000 stattfand. Gleichzeitig war dies das 20. Frühlingsfest des Musikvereins.

Am 10.02.2001 übergab Wolfgang Gemmi, der die Kapelle durch kontinuierliche Arbeit zu einem hohen musikalischen Leistungsniveau heranführte, nach 17 Jahren (seit 1984) den Dirigentenstab an Peter Munding, der bis heute Dirigent der Musikkapelle ist.
Peter Munding knüpfte an die Arbeit von Wolfgang Gemmi an und forderte die Musikkapelle weiterhin. Somit konnte das hohe Leistungsniveau weiter gesteigert werden und die Musikkapelle trat 2006 beim Bezirksmusikfest in Pfaffenhausen zum ersten Mal beim Wertungsspiel in der Kategorie 5, Höchststufe, an und erreichte auf Anhieb mit 91,0 Punkten das Prädikat „mit ausgezeichnetem Erfolg teilgenommen“.

Wolfgang Gemmi wurde am 07.04.2001 anlässlich des Frühjahrskonzertes als Ehrendirigent ernannt.

Der Spatenstich für den Bau des Musikerheims erfolgte am 27.4.2007, kurz darauf das Richtfest und nur ein Jahr später, am 01.07.2008 bereits die erste Musikprobe im neuen Musikerheim.
Weitere Informationen zum Bau des Musikerheims folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Bei unserem 29. Frühlingsfest fand am 07.06.2009 das Fahnenträgertreffen anlässlich des 50jährigen Jubiläums unserer Vereinsfahne statt.
Gleichzeitig war Hans Lang 50 Jahre lang Fahnenträger (12.07.1959 bis 07.06.2009) und übergab diese am 07.06.2009 an Dietmar Walter.

Da die Musikkapelle regelmäßig an verschiedenen Fasnetsumzügen teilnahm und es bisher nur ein provisorisches Häs - bestehend aus weißem Hemd, farbigem Schal und Strohhut – gab, wurde beschlossen dass ein standesgemäßes Häs angeschafft wird.
Dieses konnten wir beim Narrentreffen in Munderkingen am 7. Februar 2010 vorführen.

Einen Umbruch in der Vorstandschaft gab es in der Hauptversammlung am 26.02.2011.
Da die Aufgaben, die ein Vorstand zu bewältigen hat, immer mehr wurden, wurde vorab eine neue Aufgabenverteilung besprochen.
Die Aufgabenverteilung der Vorsitzenden soll zukünftig in 3 Bereiche unterteilt werden: Orchesterbetrieb, Festbetrieb, Verwaltung & Organisation.
Die Versammlung stimmte diesem Vorschlag zu und somit können dem Verein nun bis zu 3 Vorsitzende vorstehen.

Das erste Dreiergespann setzte sich aus Wilfried Maier (Orchesterbetrieb), Peter Keller (Festbetrieb) und Christian Neff (Verwaltung & Organisation) zusammen.